Sprachkurs und Arbeiten im Ausland

Ein Sprachkurs im Ausland ist die beste Möglichkeit, um sich sichere Kenntnisse in einer Fremdsprache anzueignen, deshalb sind Sprachreisen besonders unter Schülern und Studenten sehr beliebt. Viele möchten nach dem Ende ihrer Ausbildung zum Beispiel ihre Englischkenntnisse verbessern oder auch eine neue Sprache lernen. Am besten gelingt dies durch einen längeren Auslandsaufenthalt, um vollständig in die Sprache einzutauchen. Der Erwerb von Sprachkenntnissen und vor allem auch die persönliche Entwicklung während eines solchen Aufenthaltes sind deutliche Bereicherungen für den Lebenslauf jedes Teilnehmers.

Langzeit Programme im Ausland, die über eine Sprachschule organisiert werden, dauern normalerweise zwischen drei Monaten und einem Jahr. Wichtigster Bestandteil ist immer der Sprachkurs, mit dem jeder Teilnehmer seine Reise beginnt. Es werden verschiedene Sprachstufen angeboten, so dass alle Kursteilnehmer entsprechend ihrer Vorkenntnisse bereits vorhandene Sprachkenntnisse ausbauen oder neue Inhalte lernen. Viele Sprachkurse beschäftigen sich mit der allgemeinen Sprache, andere bereiten zum Beispiel auf eine offizielle Sprachprüfung wie die Cambridge-Examen, IELTS oder TOEFL vor.

Ein längerer Aufenthalt im Ausland bringt viele Vorteile mit sich und ist eine wichtige Investition in die Zukunft, er muss natürlich aber auch finanziert werden. Besonders im englischsprachigen Raum gibt es für Teilnehmer mit sicheren Sprachkenntnissen deshalb die Möglichkeit zusätzlich zum Sprachkurs oder nach Abschluss des Kurses einen Nebenjob anzunehmen. Damit lässt sich sicherlich nicht der gesamte Aufenthalt finanzieren, zumindest aber ein Teil des Taschengelds und der täglichen Ausgaben. Arbeitsmöglichkeiten gibt es, je nachdem wie gut die Sprachkenntnisse der Teilnehmer sind und welche sonstigen Vorkenntnisse sie haben, zum Beispiel als Aushilfe in Cafés, Restaurants, Hotels, Geschäften oder je nach Reiseziel auch im landwirtschaftlichen Bereich. Grundsätzlich ist es einfacher eine Arbeitsstelle zu finden, je länger der geplante Aufenthalt ist, denn viele Arbeitgeber suchen nach Mitarbeitern, die mindestens drei Monate verfügbar sind, besser natürlich für eine längere Zeit. Als Aufenthaltsdauer sollte deshalb nach Möglichkeit mindestens ein halbes Jahr geplant werden.

In England und Irland ist es recht einfach neben dem Sprachkurs eine Arbeit aufzunehmen: deutsche Staatsbürger benötigen kein Visum oder eine besondere Arbeitserlaubnis. Einige Sprachschulen in diesen beiden Ländern bieten für alle Interessenten einen regelmäßig stattfindenden Job-Club an, in dem sie Tipps und Hilfestellungen zur Jobsuche in der jeweiligen Region bekommen können. Für die Suche nach einer passenden Stelle und die Bewerbung ist dann jeder Teilnehmer selbst verantwortlich. Voraussetzungen für dieses Programm sind ein Mindestalter von 18 Jahren sowie mindestens Englischkenntnisse auf dem Niveau der Mittelstufe.

Für Reisen nach Australien und Neuseeland gibt es ebenfalls eine relativ einfache Möglichkeit eine Arbeitserlaubnis zu bekommen: deutsche Staatsbürger haben für beide Ländern die Möglichkeit ein Working Holiday Visum zu bekommen. Voraussetzungen für dieses Visum sind, dass der Teilnehmer zwischen 18 und 30 Jahren alt ist, keine Kinder hat und einen Nachweis über ausreichend finanzielle Mittel erbringt, um die Reise und den Aufenthalt finanzieren zu können. Die Kosten für das Working Holiday Visum betragen ca. EUR 150.- für Australien und ca. EUR 70.- für Neuseeland. Auch in Australien und Neuseeland gibt es Sprachschulen oder spezielle Agenturen für Work & Travel, die Tipps und Hilfestellungen für die Jobsuche geben können. Die konkreten Bewerbungen übernimmt dann wieder jeder Teilnehmer selbst.

In Kanada ist es ebenfalls möglich einen Sprachkurs mit einem Nebenjob zu kombinieren. Working Holiday Visa für Kanada werden allerdings nur in sehr begrenzter Zahl ausgestellt, so dass die meisten Teilnehmer mit einem Studentenvisum einreisen und dann vor Ort mit Hilfe der Sprachschule eine Arbeitserlaubnis beantragen. Beide Visa kosten ca. EUR 120.-, für das Working Holiday Visum müssen die Teilnehmer außerdem zwischen 18 und 35 Jahre alt sein und ausreichend finanzielle Mittel nachweisen. Für das Programm Studentenvisum und Arbeitserlaubnis gilt ebenfalls ein Mindestalter von 18 Jahren. Um einen Englischkurs in Kanada zu besuchen und anschließend vor Ort zu arbeiten, muss man einen Aufenthalt von mindestens sechs Monaten planen, wobei die Dauer des Arbeitsverhältnisses die Dauer des Sprachkurses nicht überschreiten darf.

In den USA gibt es in Kombination mit einem Sprachkurs leider keine Möglichkeit eine Arbeitserlaubnis für bezahlte Jobs zu bekommen. Wer auf jeden Fall in die USA reisen und dort seine Englischkenntnisse in einem Arbeitsumfeld anwenden und verbessern möchte, kann im Anschluss an einen Intensivkurs ein 4- oder 8-wöchiges unbezahltes Praktikum absolvieren. Einige Sprachschulen bieten eine entsprechende Praktikumsvermittlung für Teilnehmer an, die mindestens 18 Jahre alt sind und Englischkenntnisse der Mittelstufe haben. Der Mindestaufenthalt für dieses Programm beträgt drei Monate und es wird ein Studentenvisum benötigt, das etwa EUR 280.- kostet.

Die Angebot an Möglichkeiten, um einige Monate im Ausland zu verbringen, einen Sprachkurs zu besuchen und auch in einem Arbeitsumfeld Englisch anzuwenden, ist wirklich groß.
Mehr Informationen zu Praktika oder bezahlte Jobs im Ausland finden Sie unter
www.esl.de.

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